Home
über uns
Jedermann-Regatten
Wurster Top Five
Bilder & Mehr
Regatta Impressionen
Berichte + Tipps
Freunde/Sponsoren
Forum
Impressum



Moin alle zusammen…

Ich habe mir letztens bei Flaute und einem Bier mit Bert ein wenig Gedanken um unsere Sicherheit auf dem Wasser gemacht.

Trotz dem wir in Dorum schon super durch die DLRG überwacht werden, gibt es hier und da sicher einmal die Situation das niemand da ist um einem im Falle eines Falles zu helfen.

Ich möchte hier auch niemanden belehren sondern einfach mal ein Paar Gedanken aufschreiben und somit vielleicht die gegenseitige Aufmerksamkeit und Sicherheit steigern.

Da ich nun zufällig beruflich damit zu tun habe, Menschen in Seenot zu finden und zu retten, kann ich Euch hier vielleicht ein paar Tipps geben um die Sicherheit ein wenig zu erhöhen.

Ich denke jedem von Euch ist es bewusst das der Körper im Wasser schneller auskühlt ( 20x schneller ) als an der Luft. Deshalb ist es wichtig im Falle eines Falles so schnell wie möglich aus dem Wasser zu kommen. Leider ist unser Kopf das größte Problem bei dieser Sache. Denn wann ist es soweit nicht an sein Material sondern an sein Leben zu denken?!
Wenn Ihr es nicht schafft mit Eurem Material gegen den Strom zu paddeln, vielleicht schafft Ihr es ohne Segel?!?

Wenn Ihr erkannt habt, dass Ihr es nicht schafft gegen den Strom zu Paddeln und abtreibt, haltet euer Material zusammen. Bindet das Segel mit dem Masttop an eine Schlaufe und setzt Euch aufs Brett. Macht euch so klein wie möglich und haltet Arme und Beine dicht am Körper. 
Dadurch dass Ihr euer Segel am Brett habt, treibt Ihr nicht so schnell ab und werdet aus der Luft gut gesehen. Da wir alle meistens modisch schwarz gekleidet und im Wasser schlecht zu sehen sind, steigen unsere Chancen so immens.

Ich spreche hier aus der Sicht eines Rettungshubschraubers der gerufen wird wenn DLRG & DGzRS mit ihrer Suche erfolglos bleiben oder der Einsatz von der Rettungsleitstelle angewiesen wird. 


Da wir aber alle hoffen dass es soweit gar nicht kommt, solltet Ihr aber die Möglichkeit haben auf euch aufmerksam zu machen. Denn nicht jeder Mitsurfer kann euren Kampf mit einem gebrochenen Mast von einem missglückten Wasserstart unterscheiden.

Es gibt so einige technische Hilfsmittel mit denen Mann und Frau bei Bedarf auf sich aufmerksam machen kann.

Hier ein paar Ideen ( Ich bekomme weder Provision noch sitze Ich bei einem von den Herstellern im Vorstand. ;-) )


• Grenhaven Notfallpfeife Signalpfeife


• 
T-Shirts Neon Floureszierend


• 
COMET Tag & Nacht Signal


COMET "Compact Signal Launcher"


• 
Seewasserfärber mit Band


• 
McMurdo Notfunkbake


Acratex GPS-Integrated Personal Locator Beacon


• 
Ocean Signal RescueMe PLB1



Das sind alles nur Ideen. Niemand soll als voll ausgerüsteter „Terminator“ aufs Wasser gehen. Aber vielleicht hilft das ein oder andere Hilfsmittel dabei, die Frau oder den Mann Zuhause ein bisschen zu beruhigen.

 

Für die Pyrotechnischen Signale, bin ich mit der Firma PyroPol in Kontakt. Wie und zu welchem Preis sich so ein Rettungsmittel erwerben lässt, reiche ich nach.

Sprecht mich bei Fragen oder weiteren Anregungen einfach an…….

Ich wünsche Euch viele windige und sichere Surftage. Hang Loose 

Gruß Hannes


Manchmal geht es schneller als einem lieb ist....

Ich war heute (02.06.15) bei guten 25-40 knoten surfen und es war super. Nur leider ist mir ziemlich weit draußen bei der Halse der Powerjoint gerissen und ich war in der Situation die ich oben beschrieben habe. 

Das war nicht schön.

Nachdem ich dann mein Brett wieder eingefangen habe, hab ich das Segel wie beschrieben an die Fußschlaufe gebunden. ( ein Palstek ist da sehr ratsam ) 
Da leider nicht viele Leute auf dem Wasser waren bin ich erstmal Richtung Leuchtturm gepaddelt. Das ist gar nicht so einfach auf einem 75L Brett. Trotzdem hat es ganz gut geklappt und mit viel Gleichgewichtsübung konnte ich mich immer wenn jemand grob in meine Richtung gefahren ist, auf's Brett setzen und winken. 
Daraus hab ich zwei Lehren gezogen....


1. Pfeifen bei dem Wind und dem starken Lee-Versatz bringt nichts (100/200 Meter entfernte Surfer haben mich nicht gehört)


2. Ein grelles oranges T-Shirt ist super. Deswegen wurde ich von einem Mitsurfer gesehen der Hilfe geholt hat.

 

Da ich allerdings nicht wusste wann, oder ob überhaupt jemand mit einem Boot kommen würde, brauchte ich einen Plan. 
Glücklicherweise bin ich auf die Fahrrinne zu getrieben ( ich konnte leider immer noch nicht stehen ) dachte ich mir, ich halte mich an einer Prigge fest und warte auf Hilfe. Der Plan-B war an der Prigge zu warten bis das Wasser abläuft.
Ich sage euch, die Priggen stehen für einen manövrierunfähigen Havaristen ganz schön weit auseinander. Hätte ich den Holzstiel verpasst, wäre ich bei Süd-West und ablaufendem Wasser ziemlich lange an der Küste lang getrieben, nicht cool!!!!!! 

Naja... ich hatte Glück im Unglück das Heiko Oehmsen von der DLRG zufällig an der Station war um Wasserproben zu nehmen. 

Er wurde alarmiert und ist mit dem Opi Huck zu mir gefahren. Auch er lobte das leuchtende Shirt und konnte es sehr weit sehen.

Nach dann bereits ca. 1 Stunde schwimmen, paddeln und Holzstäbe umarmen wurde ich dann an Bord genommen!!! 

Tja Leute, so kann es gehen. ACHTET AUFEINANDER , ich hatte Glück. 

Danke nochmal an alle Beteiligten!!!

P.s : Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten ;-)

 

Windsurfing-Club-Wesermünde | Vorstand@windsurfing-club-wesermuende.de